Da ich als Wissenschaftlerin schon diverse Fachbücher gelesen habe, möchte ich gerne eine Zusammenfassung der Hundeliteratur geben, um Euch den Zugang zu vertiefenden und hilfreichen (oder auch weniger hilfreichen) Büchern zu erleichtern.


Ich beginne dafür mit einem Kernsatz, was für mich der Haupterkenntnisgewinn ist. Dann beschreibe ich den Inhalt und für welche Zielgruppe das Buch meiner Meinung nach geeignet ist. Am Ende gibt es noch eine Empfehlung, ob das Buch gut und übersichtlich und umfassend zum Thema geschrieben ist. Drei Sterne sind dabei die beste Bewertung, also unbedingt lesen weil hilfreich und/oder unterhaltsam ***


Die Bücher sind jeweils immer direkt zum Verlag verlinkt, in dem das Buch erschienen ist, da ich keine Werbung für Anbieter / Handelsunternehmen machen möchte.


Viel Spaß beim Stöbern!

  • Black Dog - Depressionen und andere psychische Erkrankungen beim Hund Dr. Sandra Foltin ISBN 978-3-95464-311-0

    Meine Haupterkenntnis aus dem Buch: Es gibt keine (psychische) Erkrankung beim Menschen, die nicht auch der Hund bekommen kann! 


    Das Buch befasst sich mit psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen, Zwangsstörungen, posttraumatische Belastungsstörungen, ADHS /Hyperaktivitätsstörung sowie Essstörungen. In einer übersichtlichen Aufteilung kann der Leser gezielt die nur für ihn gerade relevanten Themen aufgreifen.  Dazu gibt es zahlreiche Querverweise, ein umfassender Literaturvergleich wissenschaftlicher Studien und Bücher unterlegt die detaillierten Ausführungen. Die Autorin geht auch auf die Domestikation ein und behandelt am Ende einige Lösungsansätze. Damit ist es ein hilfreiches Nachschlagewerk für Menschen, die ihren Hund, der eines oder mehrere der beschriebenen Symptome zeigt, besser verstehen möchten und zeigt auf, dass die Psyche des Hundes oft ebenso komplex wie die des Menschen ist. 


    Der Schwerpunkt des Buches liegt klar auf den wissenschaftlichen Erkenntnissen, damit ist es für den Laien in Teilen etwas schwer verdaulich. 


    Tierheilpraktiker, Veterinäre, Hundetrainer und Tierpsychologen sollten das Werk aber als vertiefende Literatur unbedingt zuhause haben. 


    Aufgrund der zahlreichen Auslandshunde, die aus ihrer Welt plötzlich und ohne "Vorkenntnisse" in eine überfordernde Menschenwelt geworfen wurden, wäre es wünschenswert, dass vor allem Ausbilder für  Hundetrainer, Tierpsychologen und für  Tierheilpraktiker diese psychischen Erkrankungen idealerweise in ihrer Ausbildung, spätestens aber für die Praxis kennen und berücksichtigen würden. 


    Empfohlen als Fachliteratur für Hundemenschen mit dem Wunsch tiefer in die Thematik einzusteigen, bekommt das Buch von mir drei ***